• Letzte Aktualisierung: 14 Mai 2019 



 

Die World-Cafe-Methode bietet einer großen Gruppe oder einer Organisation die Möglichkeit sich unkompliziert mit einem Thema auseinander zu setzen.

Planungswerkstätten sind das Kernstück offener Planungsprozesse. In ihnen werden Ideenskizzen und Planungsvarianten in moderierten Gruppen konstruktiv erarbeitet. Zu Beginn findet häufig eine Ortsbesichtigung statt, dann erfolgt eine Ideensammlung und deren Bewertung. Interessensgegensätzen werden herausgearbeitet, Planungsvarianten entwickelt und die jeweiligen Vor- und Nachteile visualisiert. Hierbei können die Interessen und Ideen der Beteiligten mit Unterstützung der FachplanerInnen mit Plänen oder an Modellen verständlich dargestellt und umgesetzt werden.

Der erste Schritt ist die Einstimmung und Einigung über das zu bearbeitende Thema und die Klärung von Anlass, Ziel, Ablauf und die Art der gemeinsamen Arbeit.
Es folgt die Problembearbeitung, die Ermittlung der unterschiedlichen Erwartungshaltungen, Standpunkte und Meinungen zum Thema. Hieran schließt die Brainstorming-Phase an, in der Ideen zur Lösung der Aufgabe/des Problems gesammelt werden. Die Ideen werden ergebnisorientiert unter der allparteilichen Leitung der Moderation diskutiert und die sich ergebenen Lösungen festgehalten. Am Ende wird das weitere Vorgehen geklärt. Wie werden die Ergebnisse umgesetzt? Wer macht was? Mit welchem Ziel? Mit wem? Bis wann?

Der Runde Tisch ist ein Synonym für Konsens durch Verständigung.
Wichtigstes Merkmal ist das StellvertreterInnenprinzip, mit dem möglichst viele AkteurInnen, die von der Thematik, z.b. einem konfliktreichen Planungsvorhaben betroffen sind, beteiligt und repräsentiert werden. Unter Anleitung einer externen, neutralen und von allen Seiten akzeptierter Moderation kommen die VertreterInnen zusammen um einen vorgegebenen Aufgabekatalog zu bearbeiten und konsensual zu lösen. Wesentlich ist eine breite Interessenrepräsentation, die Gleichberechtigung der Gruppen und die Lösungskompetenz der Teilnehmenden.

Workshop heißt übersetzt Werkstätte. Gemeint ist das Denkprodukt, das Ergebnis gemeinsamer geistiger Arbeit. Workshops zeichnen sich durch eine konkrete Aufgabenstellung und Zieldefinition aus. In ihnen werden komplexe Probleme kooperativ gelöst sowie Ideen und praxisnahe, umsetzbare Lösungen von den Teilnehmenden erarbeitet.
In Workshops wird mit der Moderationsmethode – Visualisierung, Aktivierung der Teilnehmenden und Einsatz einer Moderation gearbeitet. Je nach Gruppe und Fragestellung wechseln die Methoden: Brainstorming, Mind-Mapping oder verschiedene Techniken zur Beteiligung, Bewertung und Entscheidungsfindung, Einzel/Kleingruppen- oder Plenumsarbeit. Die ModeratorIn ist für die Herangehensweise, die Einhaltung von Regeln, die Methoden und den Ablauf verantwortlich, die Gruppenmitglieder für die konzentrierte Arbeit an den Inhalten.

Ist eine soziale Problemlösungsmethode, die einer Gruppe konstruktives Arbeiten an Zukunftsthemen ermöglicht. Zukunftswerkstätten dauern zwischen einem halben Tag und einer Woche. Die Ideale Gruppengröße liegt bei 15 - 30 Teilnehmenden. Es können auch mehrere Werkstätten parallel stattfinden.
In Zukunftswerkstätten werden Arbeits-, Diskussionsprozesse demokratisch und kreativ gestaltet. Statt langer Referate und ermüdender Diskussionen findet ein lebhafter Wechsel von Kleingruppen und Plenumsarbeit statt. Das Geflecht aus Spezialistentum und Sachzwängen wird durchbrochen. Die Betroffenen erhalten Raum ihre eigenen Kompetenzen, Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Phantasie auszuschöpfen.

Ein Seminare ist eine individuell maßgeschneiderte Informationsveranstaltung (theoretische Inputs) mit Trainingscharakter.
Seminare haben das Ziel Impulse zu setzen und Denkanstöße zu geben, zu informieren, zu motivieren und die Handlungskompetenz der Teilnehmenden zu erhöhen. Hierbei hat sich die Arbeitsweise mit praktischen Übungen in Kleingruppen, zu zweit und Rollenspiele bewährt.

Mediation ist ein in die Zukunft gerichtetes Verhandlungsverfahren zur Konfliktlösung im konkreten Streitfall, wenn sich scheinbar unüberwindbare unterschiedliche Interessen gegenüber stehen.
MediatorInnen vermitteln als neutrale Dritte zwischen den Konfliktparteien, unterstützen sie, strukturieren das Verfahren und schaffen die Voraussetzungen für den Klärungsprozess.

  • gegenseitiges Kennenlernen der Argumente und Standpunkte aller Seiten und Herausarbeiten der Konfliktpunkte
  • Erheben der zugrunde liegenden Interessen und Wecken von Verständnis für das jeweils andere Anliegen
  • Ausloten der Handlungsspielräume für mögliche Problemlösungen.
    Ziel ist eine Win-win-Situation, kein fauler, sondern ein akzeptabler Kompromiss
  • Absicherung der gemeinsamen Verhandlungsergebnisse in Form von Vereinbarungen oder Verträgen

In Bürgerforen werden kommunale Planungen für die BürgerInnen transparenter gemacht.
Meist werden Bürgerforen von der Verwaltung initiiert. In ihnen werden häufig bürgerschaftliche Interessen von organisierten Gruppen oder Initiativen vertreten. Die Moderation achtet darauf, dass das Forum nicht von Einzelnen dominiert und als Plattform zur Vertretung von Partikularinteressen genutzt wird.

Planungsworkshops können sowohl den Charakter eines BürgerInnenworkshops wie den eines ExpertInnenworkshops haben.
Sie werden im Rahmen von kooperativen Planungsvorhaben, bei Stadtentwicklungsprozessen, Fach- und Objektplanungen mit den vom Planungsvorhaben betroffenen BürgerInnen, EntscheidungsträgerInnen und Fachleuten durchgeführt. In ihnen wird die Transparenz des Planungsprozesses gefördert. Die Teilnehmenden, Gruppen von 15 bis 100 Personen, wirken aktiv an der Entwicklung von Ideen, Zielen und Lösungsansätzen mit.

Ist eine Großgruppenmethode (100 - 800 Personen) mit offenem Charakter basierend auf dem Kernprinzip der Selbstorganisation und Selbstbestimmung. Statt starrer Programmstrukturen gibt die Moderation lediglich einen einfachen Rahmen und eine zeitliche Struktur vor.
Die Dauer kann von einigen Stunden bis zu mehreren Tagen reichen.
Open Space wird bei komplexen und drängenden Problemen eingesetzt, dann wenn kreative Ideen gefragt oder ein Innovationsschub gewünscht wird, nicht um Interessenskonflikte zu lösen. Zu dem Leitthema, werden in der Anfangsrunde „dem Marktplatz der Ideen“ Themenvorschläge zusammengetragen. In selbstmoderierten Workshops behandeln die Teilnehmenden genau die für sie persönlich interessanten Aspekte, die sie auch visualisieren und protokollieren. Sie sind frei, dorthin zu gehen, wo es Spaß macht, wo ihr Thema behandelt wird. Die Arbeitsergebnisse aus den Themengruppen werden im Gesamtplenum vorgestellt und Maßnahmen und Prioritäten für die Umsetzung vereinbart.

Das Grundprinzip einer Zukunftskonferenz besteht darin alle Mitglieder einer Organisation (das gesamte Wissen) zusammenzubringen, um gemeinsam Visionen für die zukünftige Entwicklung zu erarbeiten und möglicherweise Durchbrüche zu erzielen. Es kommen circa 50 – 70 Personen für 2 - 3 Tage zur Zukunftskonferenz zusammen.
Der Fokus liegt auf der Zukunft und dem Aufzeigen von Gemeinsamkeiten, statt auf bestehende „Probleme“. Vorhandene Konflikte können bearbeitet und neue Ideen entwickelt werden. Die heterogen über Hierarchieebenen hinweg zusammengesetzte Gruppe erarbeitet Aktionspläne für eine wünschenswerte Zukunft und übernimmt die Verantwortung für die Umsetzung.